Du rechnest nicht einfach Modelle durch, sondern willst erst verstehen, was im realen Einsatz passiert – inklusive Randbedingungen und fiesen Lastfällen. Genau darum geht es hier: Als FEM-Berechner arbeitest du an internen Anfragen aus dem Werk, klärst Belastungen, bereitest 3D-Modelle für die Berechnung auf und lieferst nachvollziehbare, normbasierte Nachweise. Das Umfeld ist nicht „glamourös“, aber direkt wirksam: Umbauten, Anbauten, Sanierungen und Störungsbehebungen, bei denen saubere Entscheidungen zählen. Wenn du mit Parallelität im Tagesgeschäft umgehen kannst, unter Druck schnell starten willst und trotzdem strukturiert dokumentierst, passt die Rolle gut.
Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?
Du arbeitest an wechselnden internen Anfragen aus dem Werk, die meist per E-Mail oder Anruf hereinkommen, und bringst sie von der ersten Klärung bis zur dokumentierten Entscheidung. Dabei ist der Alltag ein Mix aus wiederkehrenden Bausteinen und „Feuerwehr“-Themen: Umfang verstehen, Priorität klären, Modell aufbereiten, rechnen, bewerten, dokumentieren.
Ein typischer Ablauf beginnt damit, dass du mit dem internen Auftraggeber die Zielsetzung und Einsatzbedingungen sauber abklopfst. Oft sind Lasten und Randbedingungen in der ersten Anfrage nicht vollständig, deshalb ist Nachfragen Teil des Jobs. Parallel stimmt du dich mit Konstrukteur:innen ab, die dir die 3D-Modelle liefern, und bereitest diese so auf, dass sie in der FE-Umgebung berechenbar sind. Je nach Thema bist du wenige Tage dran oder mehrere Wochen, selten an einem monatelangen Großprojekt. Und wenn es um Stillstände oder Schadensfälle geht, zählt Tempo – aber ohne „übers Knie brechen“: nachvollziehbar, sauber und dokumentationsfest.
Welche Aufgaben hast du als FEM-Berechner?
Du nimmst interne Simulations- und Nachweisaufträge an, klärst sie fachlich und priorisierst sie gemeinsam mit dem Umfeld. Ein Teil der Verantwortung ist auch, zu entscheiden, ob eine FE- oder CFD-Analyse überhaupt zielführend ist – und bei Unklarheit aktiv nachzuschärfen, statt einfach „Bitte FE rechnen“ abzuarbeiten.

Im Kern führst du FE-Berechnungen end-to-end durch: Du bereitest zugelieferte 3D-Modelle so auf, dass sie berechenbar werden, erstellst das FE-Modell inklusive Meshing und rechnest die Simulationen im Tool. Inhaltlich geht es um unterschiedliche interne Bereiche und Bauteile, zum Beispiel Stahlkonstruktionen aus geschweißten Blechen, Lastaufnahmemittel und Maschinenelemente – nicht nur um Krane.
Ein großes Thema sind Ermüdung und Lebensdauer: Du führst entsprechende Nachweise, bewertest Ergebnisse normorientiert und dokumentierst so, dass Entscheidungen intern belastbar sind. Zusätzlich können weitere Simulationen dazukommen, insbesondere Strömungssimulationen und Schwingungsanalysen, inklusive Verständnis von flüssig- und gasförmigen Strömungen im Kontext der Aufgaben. Bei Störungen und Schadensfällen untersuchst du Details rechnerisch, bewertest sie und leitest Maßnahmen oder Konstruktionsvorgaben für Umbau, Sanierung und die Zukunft ab.
Wie viel verdienst du als FEM-Berechner?
Du verdienst ab € 4.800. Die Rolle ist in Vollzeit vorgesehen. Das Gehalt wird hier genau in dieser Form genannt; Details zur konkreten Ausgestaltung werden im persönlichen Gespräch geklärt.
Wo ist der Standort — und ist Homeoffice möglich?
Der Standort ist Linz. Die Arbeit findet vor Ort im Werk- und Büroumfeld statt, weil die Rolle eng mit dem Betrieb vernetzt ist und bei Störungen und Stillständen schnell reagiert werden muss.
Was solltest du mitbringen?
Du bringst nachweisliches Know-how in Finite-Elemente-Berechnung mit – nicht nur theoretisch „kennengelernt“, sondern mit einem deutlichen Wissensstock, der im Job direkt tragfähig ist. Mechanik ist für dich solide Grundlage und eher Steckenpferd als Pflichtfach-Erinnerung. Technische Affinität ist wichtig, weil du nicht nur rechnest, sondern Lastfälle, Einsatzbedingungen und Risiken im Betriebskontext mitdenken sollst.
Du kannst Normen als Arbeitswerkzeug nutzen: Struktur verstehen, gezielt nachschlagen, Anforderungen gegenprüfen, Nachweise aufbauen und so dokumentieren, dass man sie später nachvollziehen kann. Wenn Normen nicht eindeutig zuordenbar sind, findest du passende Modelle oder Richtlinien, statt stehenzubleiben. Unter Zeitdruck startest du schnell, bleibst aber sauber und strukturiert.
Fachlich passt ein abgeschlossenes Maschinenbau-Studium oder eine FH-Ausbildung, in der Finite-Elemente-Themen inklusive Modellbildung behandelt wurden. HTL ist dafür nicht ausreichend, weil der notwendige Schulungsaufwand zu hoch wäre. Tools, die du im Alltag nutzt, sind Ansys und Autodesk Inventor. Wenn du die Krannorm EN 13001 noch nicht kennst, wird erwartet, dass du sie dir in kurzer Zeit eigenständig aneignest – mit gezielten Schulungen und on-the-job.
Mit wem arbeitest du zusammen?
Im Simulationsbereich arbeitest du gemeinsam mit drei Kollegen. Im Alltag bist du eng an der Schnittstelle zwischen internen Auftraggebern im Werk, der Konstruktion und dem eigenen Simulationsteam. Anfragen kommen entweder direkt von Fachbereichen zu dir oder über den Gruppenleiter.
Die Zusammenarbeit ist bewusst nicht „jeder für sich“: Es gibt viel informellen Austausch, kurze Wege und ein gelebtes Miteinander. Gleichzeitig ist klar geregelt, wie Priorisierung funktioniert: Die Ressourcenplanung liegt primär beim Gruppenleiter. Wenn du direkt mit einem Auftraggeber arbeitest und es Konflikte bei Prioritäten oder Terminen gibt, sprichst du das aktiv an und eskalierst zur Entscheidung, statt Themen still zu stapeln.
Eigenständigkeit ist im Tagesgeschäft vorhanden, aber nicht als Einzelkämpfer-Setup gedacht. Du klärst Lasten und Randbedingungen mit den internen „Kunden“, stimmst dich mit Konstrukteur:innen zur 3D-Zulieferung ab und nutzt das interne Wissensnetzwerk im Werk, weil vieles darüber läuft, wen man wofür fragen kann. Für die nächsten Jahre ist eine Doppelbesetzung geplant, damit Einschulung und Wissenstransfer realistisch Platz haben.
Wer ist der Arbeitgeber?
Consolution sucht diese Position für einen Stahlkonzern in Linz. Das Werk ist hier der interne Rahmen für Engineering-Unterstützung in einem Industrie- und Stahlwerksumfeld, in dem Berechnungen und Nachweise unmittelbar in reale Anlagen und Arbeitsmittel einfließen. Der Fokus liegt nicht auf Neuanlagenbau, sondern auf Umbauten, Anbauten, Sanierungen und Störungsbehebungen im laufenden Betrieb. Das prägt auch die Erwartungen: Es geht um Entscheidungen, die Betriebssicherheit und Anlagenverfügbarkeit konkret beeinflussen – inklusive sauberer Nachweisführung und Dokumentation. Den Arbeitgeber nennen wir Dir im ersten Telefonat.
Die Arbeit ist als interne Serviceleistung organisiert: Aufträge werden intern geklärt, Aufwand wird abgeschätzt, es gibt Kostenschätzungen und eine interne Leistungsverrechnung. Das ist Teil der Realität und erfordert sauberes Abgrenzen und belastbare Forecasts. Gleichzeitig entsteht daraus ein klarer Nutzen: Aus Schadensfällen und Störungen werden Maßnahmen abgeleitet, die in Standards und Spezifikationen für die Zukunft einfließen.
Inhaltlich ist das Spektrum breit: von Stahlkonstruktionen und Ermüdung bis zu Themen wie CFD und Schwingung, die im Haus gezielt aufgebaut wurden. Wer Wirkung im echten Betriebskontext sucht und Technik nicht nur als Modell, sondern als System mit Randbedingungen versteht, findet hier ein Umfeld, in dem Genauigkeit und Praxisnähe zusammengehören.
Wie läuft der Bewerbungsprozess ab?
Du bekommst nach deiner Bewerbung eine klare, kurze Abfolge – ohne Umwege. Zuerst prüfst du in einem kurzen Quiz, ob Aufgaben und Arbeitsrealität zu dir passen. Danach klären wir in einem Telefonat Erwartungen und offene Fragen. Im persönlichen Gespräch siehst du Team und Arbeitsplatz und gehst in die Details der Rolle.
Schau, ob es zu dir passt
Im kurzen Quiz prüfst du in wenigen Minuten, ob die Rolle wirklich zu dir passt.
Erstes Telefonat
Kurzes Kennenlernen: offene Fragen klären, Erwartungen abgleichen, ob es menschlich passt.
Persönliches Gespräch
Du lernst Team und Arbeitsplatz kennen und klärst die Details.
Was dich erwartet
Häufige Fragen
Die Stelle als FEM-Berechner ist in Linz und du arbeitest vor Ort im Werk und im Büroumfeld (On-Site).
Die Stelle als FEM-Berechner ist in Linz als Vollzeit-Position ausgeschrieben.
Die zusätzliche Vollzeit-Position wird im Zuge einer Ressourcen-Erweiterung ab Anfang Oktober (ein Monat nach dem Gespräch) aufgebaut.
Du führst FE-Berechnungen in Ansys durch; je nach Fall machst du auch CFD- und Schwingungsanalysen in Ansys-Modulen.
Du bereitest zugelieferte 3D-Modelle aus Autodesk Inventor bis zum Mesh auf und machst daraus ein berechenbares Modell.
Du klärst Einsatzbedingungen und Randbedingungen, leitest Lastfälle ab, bereitest Modelle bis zum Mesh auf, rechnest (FE/CFD/Schwingung) und dokumentierst norm- und nachweisorientiert inkl. Ermüdungs- und Lebensdauernachweisen.
Du bist interne Simulations- und Nachweisstelle für viele Werksbereiche und rechnest nicht nur für Krane, sondern auch für andere Maschinenelemente und Bauteile im Werk (z. B. Stahlkonstruktionen, Lastaufnahmemittel, Komponenten aus unterschiedlichen Anlagenbereichen).
Für Nachweise und Ermüdung sind u. a. FKM sowie im Kran-/Lastaufnahmemittel-Umfeld die EN 13001 relevant; wichtig ist zu wissen, wie Normen aufgebaut sind und wie du daraus Nachweise strukturierst und dokumentierst.
Erwartet wird ein Maschinenbau-Studium (TU/FH) mit FE-Bezug; HTL ist in der Regel zu wenig, weil der notwendige FE- und Nachweis-Background sonst zu aufwendig nachzuholen wäre.
Der Bewerbungsprozess startet mit einem kurzen Selbst-Check per Quiz. Danach folgt ein erstes Telefonat und anschließend ein persönliches Gespräch am Standort Linz; eine Rückmeldung bekommst du innerhalb von 24 Stunden (Mo.–Fr.).